Scharfes Essen in der Schwangerschaft

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Seitdem du schwanger bist, hast du es bestimmt auch schon ein paar Mal öfter gehört: Es heißt, das du in der Schwangerschaft nur leicht verdauliche Kost zu dir nehmen darfst und deinen Gelüsten widerstehen sollst. Gerade scharfes Essen wird immer wieder kritisiert. Warum das so ist und ob scharfes Essen in der Schwangerschaft wirklich schädlich für dich ist, klären wir hier.

Heißhunger auf scharfes Essen

scharfes essen schwangerschaft bild 2

Hier heißt es ganz klar: Hör auf deinen Körper. Wenn du ohnehin gerne scharf isst, wirst du auch in der Schwangerschaft damit keine Probleme bekommen. Deinem Baby schadet es nämlich überhaupt nicht. Lediglich den Geschmackssinn deines Babys kannst du, durch die Nahrung, die du zur dir nimmst, beeinflussen. Denn die Aromen der Nahrung gehen ins Fruchtwasser über, dadurch kann es sein, dass dies den späteren Geschmack deines Kindes prägt. Dein Körper kann dir anhand deiner Gelüste in der Schwangerschaft, sogar wertvolle Hinweise darauf geben, was dir eventuell fehlt.

Warum unbedingt scharf essen?

Es gibt hierzu verschiedene Annahmen, warum du dein Essen jetzt am liebsten nur noch mit rohen Chili Schoten würzen würdest. Aber egal, welche hier zutrifft: Du kannst so viel scharfes Essen in der Schwangerschaft zu dir nehmen wie du gerade magst.

  1. Es kann an einem Zinkmangel liegen, den du in der Schwangerschaft bekommen kannst. Um dem vorzubeugen, nimmst du am besten ab und an mal eine Tablette mit Zink. Das ist nämlich auch unabhängig von deiner Schwangerschaft wichtig für deine Abwehrkräfte.
  2. Durch Schärfe werden Schweißausbrüche ausgelöst. Dadurch kühlt dein Körper herunter, das kann durchaus angenehm in der Schwangerschaft sein.
  3. Wenn du schwanger bist, ändert sich dein Geschmacksempfinden. Es kann dadurch gut sein, dass du im Moment besonders würziges Essen bevorzugst, obwohl du normalerweise vielleicht eher lasches beziehungsweise kaum gewürztes Essen magst.

Was ist mit Sodbrennen in der Schwangerschaft?

Das einzige was dir jetzt zu schaffen Machen könnte, bei zu stark gewürztem oder zu scharfem Essen, ist, dass die typischen Beschwerden wie Sodbrennen und Übelkeit am Morgen dadurch verschlimmert werden könnten. Hier heißt dann aber einfach ausprobieren, was dir guttut und das du dich gut um dich selbst sorgst und beobachtest wie du dich danach fühlst. Wenn du in deiner Schwangerschaft Probleme mit der Verdauung hast, solltest du bei Appetit auf Scharfes erstmal mit sehr sanften Dosen testen, wie viel Würze du verträgst.

Gewürze in der Schwangerschaft

Gewürze und Kräuter waren schon in den antiken Kulturen kostbar und wertvoll, auch wenn man nicht immer wusste, wofür sie alles verwendet werden können. Heutzutage ist das anders, die Welt der Gewürze und Kräuter ist besser erforscht und für nahezu jeden verfügbar. Ihre Wirkungsvielfalt ist aber dennoch nach wie vor faszinierend und es gibt sogar spezielle Substanzen, die sich weniger gut mit den Umständen deines schwangeren Körpers vertragen.

Fast alle Kräuter und Gewürze sind in kleinen Mengen nicht gefährlich, sie haben sogar oft eine positive Wirkung. Es gibt aber einige Stoffe, bei denen eine zu große Menge unerwünschte Auswirkungen haben kann. Hierbei geht es in den meisten Fällen um das ungewollte auslösen der Wehen. Vergesst aber hierbei dennoch nicht die gesundheitsfördernde Wirkung, schließlich können Kräuter und Gewürze auch teilweise wahre Wunder bewirken.

  • Pfefferminze: Pfefferminze schmeckt frisch als auch getrocknet sehr lecker. Sie enthält viele ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Menthol und Flavonoide. Hast du einen niedrigen Blutdruck oder einen schwachen Kreislauf in der Schwangerschaft, ist Pfefferminze gut für dich geeignet. Hast du aber schon vorzeitige Wehen, ist Pfefferminze für dich grundsätzlich tabu. Ansonsten solltest du nicht mehr als zwei bis drei Tassen pro Tag trinken.
  • Koriander: Koriander ist normalerweise eines der gesündesten Gewürze der Welt, aber während deiner Schwangerschaft solltest du Koriander (Blätter und Samen) vermeiden. Er kann nämlich die Gebärmutter stimulieren und so die Wehen auslösen.
  • Ingwer: Ingwer ist super gegen Erkältungen, Übelkeit und Erbrechen. Die enthaltenen Stoffe regen aber auch die Durchblutung der Gebärmutter an, was zu vorzeitigen Wehen führen kann. Sei deshalb vorsichtig bei der Dosierung und trinke nicht mehr als zwei bis drei Tassen Tee mit Ingwer am Tag. Er besitzt auf jeden Fall viel Gutes in Form von Vitamin C, Vitamin B, Calcium und Kalium.
  • Paprika, Chili und Pfeffer: Auf Paprika, Chili und Pfeffer musst du in der Schwangerschaft nicht verzichten. Es kann aber sein, das sie mal Sodbrennen bei dir auslösen können.

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