Hafermilch für Babys

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Hafermilch ist super gesund! Sie beinhaltet gute Nährstoffe, ist laktosefrei und für viele auch sehr wichtig: vegan!  Man kann sie zudem ganz einfach selber herstellen. Auch in puncto Nachhaltigkeit übertrifft Hafermilch die konventionelle Kuhmilch.  Alles in einem kann man sagen, dass Hafermilch eine wirklich tolle Alternative darstellt.

Wenn man all diese Vorzüge betrachtet, ist es nicht verwunderlich, dass viele Eltern ihrem Nachwuchs Hafermilch anbieten. Da stellt sich die Frage, ob man bereits auch schon Babys mit Hafermilch füttern sollte bzw. ab welchem Alter dies sinnvoll wäre.

In diesem Artikel findest du unter anderem Informationen über Nährstoffe, die in Hafermilch enthalten sind, ab wann und warum du deinem Baby Hafermilch geben solltest und Anleitungen, wie du Hafermilch ganz einfach selber herstellen kannst.

 

Hafermilch, die gesunde Milchalternative

hafermilch für babys bild 1

Hafermilch ist grob gesagt das Produkt aus Haferflocken und Wasser. Somit enthält sie wertvolle Nährstoffe aus dem Hafer, wie zum Beispiel einer guten Zusammensetzung von Eiweißen und Ballaststoffen und ist frei von Cholesterin und Laktose. Außerdem enthält Hafermilch ungesättigte Fettsäuren und ist zudem recht fettarm.

Hafer ist ein wahres Power-Getreide: Es enthält wichtige Mineralstoffe wie zum Beispiel Magnesium und Kalium, sowie essenzielle Aminosäuren und Beta-Glucane, welche die Verdauung positiv beeinflussen. Aufgrund dieser vielen guten Eigenschaften müsste Hafermilch doch eigentlich genau das Richtige für dein Baby sein, oder?

 

Ab wann kannst du deinem Baby welche Milch geben?

Um es vorne weg zu sagen: Für Säuglinge eignet sich Hafermilch nicht, da mit ihr die Ernährungsbedürfnisse eines Säuglings nicht ausreichend gedeckt werden und somit eine Mangelernährung droht!

Erst etwa nach dem 1. Lebensjahr, bzw. wenn du den Ernährungsplan sowieso nach und nach umstellst und dieser somit variationsreicher wird, kannst du deinem Baby oder Kleinkind ruhigen Gewissens Hafermilch in dessen Ernährung integrieren. Hafermilch eignet sich besonders gut für die Kleinen, wenn eine Laktoseintoleranz, eine Glutenunverträglichkeit oder eine Soja-Allergie vorliegt und somit Kuhmilch und andere Milchalternativen wie Sojamilch nicht vertragen werden.

Die Hafermilch kann hier eine echte Möglichkeit bieten, dein Baby mit wichtigen, hochwertigen Nährstoffen zu versorgen. Du kannst diese gesunde Milch in die Speisen beimengen oder sie mit der Flasche oder  einem Trinkbecher deinem Kind zu trinken geben. Doch auch hier gilt es den Speiseplan ganz bunt zu gestalten und deinem Baby nicht ausschließlich Hafermilch als Getränk anzubieten.

Allgemein gilt es immer auf eventuell auftretende Unverträglichkeiten zu achten!

 

Hafermilch vs. Kuhmilch

Der hochwertigen Hafermilch aus dem Handel wird oft Calcium und Vitamin D hinzugesetzt. Diese Zusätze sorgen dafür, dass die Knochen gesund und belastbar werden. Calcium  ist notwendig für den Körperaufbau. Es wird vor allem in den Knochen, Zähnen und Muskeln benötigt. Gerade bei Kindern sollte man auf ausreichende Calciumzufuhr achten, da sie sich ihr Körper stets im Wachstum befindet. Vitamin D transportiert sozusagen das Calcium und sorgt dafür, dass es sich in den Knochen, Zähnen und Muskeln anreichern kann.

Es ist zwar bekannt, dass die konventionelle Kuhmilch ein Naturprodukt ist, welches ebenfalls viel Calcium enthält. Dennoch ist hier zu beachten, dass sie mit ihren tierischen Proteinen den Körper jedoch gleichzeitig übersäuern kann und das Calcium aus den Knochen dazu verwendet, die Säure zu neutralisieren.

Daher stellt Hafermilch möglicherweise eine gute Alternative zur Kuhmilch dar, besonders wenn sie mit Calcium und anderen Nährstoffen zusätzlich versetzt ist. Aber wie bei allen anderen Lebensmitteln gilt hier idealerweise auch, dass unbedingt auf gute Qualität und biologischen Anbau geachtet werden sollte.

 

Und so kannst du Hafermilch ganz einfach selber herstellen:

Falls du und deine Familie vegan lebt oder aufgrund einer Laktoseintoleranz auf Kuhmilch eher verzichten möchtet, für den bieten sich pflanzliche Milchalternativen hervorragend an. Besonders Hafermilch kann man ganz einfach selber herstellen – am einfachsten aus Haferflocken, wenn du es mit dem ganzen Haferkorn tun möchtest, ist dies aber auch möglich.

Für Hafermilch werden ganz normale Haferflocken mit Wasser vermengt und mehrere Stunden eingeweicht oder gekocht. Anschließend wird die Masse püriert und durch ein Sieb oder Seihtuch gegeben. Die Hafermilch kannst du nun einfach in den Trinkbecher oder in das Fläschchen geben, oder beim Zubereiten von Kindermahlzeiten beimengen. Die Filterrückstände können ähnlich wie bei dem Trester von Obst und Gemüse weiter verarbeitet werden.

 

Hier haben wir eine Rezept für ca. 1 Liter Hafermilch

Für dieses Rezept ist die Zutatenliste ziemlich überschaubar. Du brauchst:

  • 1 l Wasser
  • 10 EL (ca. 60 g) zarte Haferflocken
  • 1 Prise Salz
  • evtl. 2 EL Ahornsirup oder 5 kleine entsteinte Datteln zum Süßen

 

So gehst du vor:

Zuerst lässt du das Wasser in einem Topf aufkochen. Dann gibst du die Haferflocken, Salz und eventuell den Sirup oder Datteln hinzu. Nun lässt du das Ganze erneut kurz aufkochen. Rühre alles gut durch!

Tipp: mit Zimt und/oder gemahlener Vanille kannst du deiner Hafermilch eine besondere Note verleihen!

Weiter geht´s:

Jetzt nimmst du den Topf vom Herd. Nachdem sich der Topf abgekühlt hat, kannst du mit Hilfe eines Mixers oder eines Pürierstabs alles kurz durchpürieren, sodass das die Konsistenz feinkörnig ist.

Dann kannst du dir ein sauberes Mull- oder auch Geschirrtuch nehmen und es am besten in einem Sieb auslegen, falls du einen zur Hand hast – es funktioniert auch ohne. Unter das Sieb bzw. unter das Tuch positionierst du einen sauberen Auffangbehälter.

Jetzt gibst du die Masse in das Tuch und presst dieses gut aus. Durch diesen Prozess trennt sich die aromatisierte Flüssigkeit von den Rückständen des Hafers.

Deine selbstgemachte Hafermilch schmeckt am besten gut gekühlt und hält sich gekühlt ca. 2-4 Tage.

 

Hafermilch aus ganzen Getreidekörnern selber machen

Die Variante mit den Haferflocken ist ganz klar die schnellere, aber wenn es dich mehr anspricht kannst du Hafermilch auch aus dem ganzen Korn zubereiten.

Dafür benötigst du:

  • 1 Liter Wasser
  • pro Liter Wasser 80 g Hafer
  • 1 Prise Salz
  • evtl. 2 EL Ahornsirup oder 5 kleine entsteinte Datteln zum Süßen

 

Bevor die eigentliche Herstellung von Hafermilch losgeht, müssen die Haferkörner erstmal für ca. 12 Stunden in Wasser eingeweicht werden.

Danach kannst du die eingeweichten Körner in ein Sieb geben und nochmals unter fließendem Wasser durchspülen. Anschließend gibst du die Körner mit dem Wasser, dem Salz und den eventuellen Süßungsmitteln am besten in einen leistungsstarken Mixer.

Dann nimmst du dir am besten, wie bei der Zubereitung mit Haferflocken beschrieben, ein Tuch und trennst so Körnerreste von der Flüssigkeit.

Et voilá! Jetzt kannst du den Lieblings-Trinkbehälter für dein Kind füllen.

 

Hafermilch und die Umwelt

Nicht nur dir und deinem Baby tust du mit der Hafermilch etwas Gutes, auch in puncto Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit ist Hafer ganz vorne mit dabei. Es wird als altes Kulturgetreide überall in Europa frei von Gentechnik angebaut. Außerdem wird bei der industriellen Herstellung fast ausnahmslos auf biologisch angebauten Haferkörner zurückgegriffen, was der Umwelt auch sehr guttut. So gesehen wären regionale Produktionen mit kurzen Transportwegen theoretisch machbar.

Am nachhaltigsten wird deine Hafermilch, wenn du sie selber machst. So fällt kein  Verpackungsmüll an. Die passenden Rezepte zum Selbermachen, siehst du oben.

 

Fazit:

Ja, Hafermilch kann wirklich gut geeignet sein, um dein Baby mit wertvollen Nährstoffen zu versorgen. Einzig zu beachten ist, dass der Speiseplan deines Babys, sobald es kein Säugling mehr ist, viele Variationen bieten sollte. Die Abwechslung auf dem Speiseplan ist das «A» und «O». Auf diese Weise lernt es schon früh verschiedene Geschmacksrichtungen kennen.

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