Gesunde Zwischenmahlzeiten für Kinder

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Ein langer Tag in der Kita oder in der Schule kann für dein Kind körperlich und geistig sehr anstrengend sein. Deshalb bietet sich ein Snack am Nachmittag an, um neue Energie zu schöpfen es und bis zum Abendessen weiterzumachen.

Manchmal ist es gerade bei den Kindern gar nicht so einfach, nicht auf Fast-Food zurückzugreifen. Fast-Food ist nämlich schnell verfügbar und somit auch eine ebenso schnelle Lösung für die hungrigen Kinder und die gestressten Eltern. Also eine scheinbare Win-Win-Lösung.

Allerdings wirklich nur scheinbar, denn Fastfood ist ungesund und hat im Speiseplan für Kinder eigentlich nichts zu suchen.

Für die körperliche und geistige Entwicklung deines Kindes ist es wichtig auf eine gute und ausgewogene Ernährung zu achten. So solltest du dann auch den Snackteller deines Sprösslings gestalten. Und das ist gar nicht schwer! In diesem Artikel dreht sich alles um gesunde Snack-Optionen, die Kinder auch wirklich mögen.

gesunde zwischenmahlzeit bild 1

Was gibt es beim Snacken zu beachten?

  1. Bei den Zwischenmahlzeiten spielt die Tageszeit eine wichtige Rolle. Idealerweise isst dein Kind eine Kleinigkeit zwischen dem Frühstück und dem Mittagessen und dann noch mal am Nachmittag zwischen dem Mittag- und Abendessen. Der Snack sollte jedoch nicht kurz vor einer Hauptmahlzeit verputzt werden.
  2. Eine Zwischenmahlzeit sollte stets ein leichter Snack sein, der zwar Energie geben, aber nicht pappsatt machen soll. Deshalb ist auf die Menge zu achten. Wenn die Kinder die Zwischenmahlzeit übermäßig ausdehnen, wirkt sich das negativ auf den Appetit für die Hauptmahlzeit aus.
  3. Ein Blick ist immer auch auf die Inhaltsstoffe der Snacks zu richten. Besonders wichtig ist dabei raffinierten Zucker, künstliche Farbstoffe und Konservierungsstoffe zu meiden. Einige Zusatzstoffe schaden auf Dauer der Gesundheit und sollten daher nicht jeden Tag gegessen werden.
  4. Es ist wichtig, dass das Angebot an Nahrungsmitteln im Allgemeinen sehr abwechslungsreich ist. Daher achte auch bei den täglichen Snacks auf eine ausreichende Abwechslung. Zum Beispiel könnte ein Nachmittagssnack an einem Tag aus Haferkeksen, an einem anderen Tag aus einem bunten Obstteller und noch einem anderen Tag aus Joghurt mit Müsli bestehen.
  5. Eine ausreichende Wasserzufuhr ist äußerst wichtig!

Die 5 besten Snacks für Kinder

Die besten Snacks für Kinder sind die, die deine Kinder mögen. Also frag deine Kinder mal, ob sie nicht selber fantastische Ideen für einen variationsreichen Speiseplan haben. Der Fantasie sollten keine Grenzen gesetzt werden: Alles ist möglich!

Hier in Kurzfassung haben wir 5 bewährte Snacks für Kinder:

  1. Wraps: kurz nach Anleitung im Ofen anwärmen und währenddessen Salat, Paprika, Mozzarella, Gurken usw. auf den Tisch stellen. Anschließend kann sich jeder seinen Wrap selber belegen. Als Soße reicht oft auch schon ein Kleks Joghurt (alternativ auch Guacamole, Hummus oder Schmand).
  2. Butterbrot: ganz klassisch eine oder zwei Scheiben Brot. Mit Butter oder Frischkäse beschmieren und nach Belieben mit Wurst oder Käse oder Gurken belegen. Natürlich geht auch Erdnussbutter, Marmelade oder der allseits beliebte Schokoladenaufstrich.
  3. Joghurt: zuckerfreier Naturjoghurt zusammen mit frischem Obst, Haferflocken und Nüsschen eine sehr reichhaltige Nährstoffkombination.
  4. Smoothies: hierzu sucht ihr euch am besten natürlich saisonale Früchte in Bio-Qualität aus, die deine Kinder lieben, denn dann werden sie diesem Smoothie auch lieben. Du kannst hier gerne einen Shot Milch, ein paar Körner, Nüsse und Saaten hinzufügen.
  5. Gemüse- und Obststicks: einfach Paprika, Gurken, Kohlrabi, Karotten, Äpfel, usw. in Stücke und/oder Streifen schneiden. Schmeckt pur schon relativ gut, mit Dips aber auch. Egal ob Joghurt-Dip, Hummus, Mandelmus (braun eher für Gemüse und weiß für Obst).

Gesunde Snacks als echte Hingucker

Gerade Kinder um Schulalter sind von Gemüse und Obst nicht so begeistert. Doch das hat gar nicht unbedingt was damit zu tun, dass sie diese Nahrungsmittel vom Geschmack her nicht mögen.

Vielmehr hat das rein optische Gründe. Tatsächlich ist es so, dass Gemüse und Obst einfach nur als langweilig empfunden werden. Dazu kommt noch, dass sie meist nicht in mundgerechten Happen zur Verfügung stehen.

Mit kleineren Gemüse- und Obstportionen, kannst du die Kleinen eher zum Essen motivieren. Hier bietet es sich an alles kindgerecht zurechtzuschneiden.

Tipp: Ein richtiger Hingucker vor allem für Geburtstagspartys sind beispielsweise ausgestochene Melonensterne. Hierfür einfach nur eine Wassermelone in Scheiben schneiden und mit einer Plätzchen-Stern-Form so viele Sternchen wie möglichen ausstechen.

Das gilt im Übrigen auch bei dem Pausenbrot für die Schule! Hier einfach das Brot zusätzlich mit ausgestochenen Gurkensternen verschönern.

Eiskalte Nachereien

Auch für die Eisliebhaber unter uns gibt es mittlerweile gesunde, leckere Alternativen, mit denen sich die süße Leckerei auch ohne Reue und schlechtes Gewissen genießen lässt.

Wir reden hier von Frozen Yoghurt Bites, die sich Ideal für den Snack während eines gemütlichen Fernseh- oder Serienabends anbieten. Sie bestehen ganz simpel aus gefrorenem Joghurt und Früchten. Dieser Snack ist sogar abends nach dem Abendessen so genial, da er den Körper auch in der Nacht nicht belastet.

Um Frozen Yoghurt Bites herzustellen, benötigst du nur einen Eisportionierer, welchen du zum Beispiel mit dem sahnigen griechischem Joghurt und Heidelbeeren oder auch Himbeeren und Johannisbeeren füllst.

Wenn dir deine Frozen Yoghurt Bites nicht süß genug sind, dann ist das gar kein Problem. Du könntest zum Beispiel, bevor du den Joghurt in den Eisportionierer gibst, diesen mit dem Süßungsmittel deiner Wahl verrühren (vielleicht mit einem Teelöffel Honig).Aber natürlich sind dir bei den Süßungsmitteln keine Grenzen gesetzt. Es gibt zahlreiche alternative Süßungsmittel, mit denen sich jede Zwischenmahlzeit, egal ob Smoothie, selbst gemachter Müsliriegel oder Bananenbrot, gesundheitlich unbedenklich süßen lässt. Beispielsweise zählen Agavendicksaft, Honig, Xylit und Kokosblütenzucker als sehr gute Alternativen dar. Versuche aber auf jeden Fall auf raffinierten Weißzucker zu verzichten.

Eine weitere eiskalte Delikatesse sind die Fruit Pops!

Um Fruit Pops herzustellen, benötigst du wieder einen Eisportionierer. Diesen füllst du dann mit Fruchtpüree und lässt es anschließend im Gefrierfach einfrieren. Dieser gesunde Snack lässt sich so einfach zubereiten und ist eine tolle Eisalternative – und ein total cooler Nebeneffekt ist, dass dafür gar kein Verpackungsmüll anfällt. Super, oder?

Vitales aus der Keksdose

Ja, auch in der Keksdose können gesunde Snacks liegen. Insbesondere dann, wenn du sie selber herstellst, denn so weißt du genau was drin ist und was nicht.

Allgemein gilt bei Gebäcken, dass sie am gesündesten sind, wenn du sie selber herstellst und dabei auf eine gesunde Zutatenliste wert legst.

Hier haben wir ein tolles Rezept für dich:

Vital-Kekse

Du brauchst dafür:

  • 200g gemischte Samen (nach Belieben: Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Hanfsamen, Leinsamen, gehackte Mandeln, gehackte Haselnüsse)
  • 50g kernige Haferflocken
  • 1Ei
  • 2 EL braunen Rohrohrzucker
  • 2 EL flüssigen Honig
  • Vanillearoma – wenn du magst
  • Trockenfrüchte – wenn du magst

Und so gehst du vor:

  1. Erstmal kannst du den Ofen auf 160 Grad (Umluft) vorheizen.
  2. Dann vermischst du deine ausgewählten Kerne, Körner und Saaten.
  3. Nimm dir eine Schüssel und gebe das Ei, Zucker, Honig und das Aroma hinzu. Gut mischen! Jetzt kannst du das Gemisch zu den Saaten geben und rührst auch hier wieder alles gut durch.
  4. Schnapp dir ein Backblech mit ausgelegtem Backpapier.
  5. Mithilfe von 2 Teelöffeln kannst du jetzt ca. 20 kleine Häufchen auf das Backpapier setzen und mit dem Löffel ein wenig platt drücken.
  6. Ab in den Ofen!
  7. Nach 12 Minuten Backzeit holst du das Blech raus und lässt die schmackhaften Vitalkekse auskühlen.

Fertig! Eine schöne Knabberei für die ganze Familie.

Müsliriegel

Ein wirklich toller und gesunder Snack für zwischendurch sind Müsliriegel. Nicht nur, dass sie so lecker und gesund sind, sondern ganz besonders, weil man sie so schnell und einfach selbst backen kann.

Die kernigen Müsliriegel kommen bei Kindern gut an und bringen einige Vorteile mit sich:

  1. sie schmieren nicht in Kinderhänden
  2. sie können ganz individuell geschnitten werden
  3. funktionieren nicht nur als Snack, sondern auch als Frühstück
  4. sie sind frei von Industriezucker
  5. man kann sie immer für den kleinen Hunger parat haben

Chia-Müsliriegel (für 12 Stück)

Du benötigst dafür:

  • 3EL Chia-Samen
  • 250g gehackte Nusskerne und Mandeln (gemischt)
  • 175g Datteln
  • 130g zarte Haferflocken
  • 50g Sesamsaat
  • 4EL Honig
  • 50g Kokosöl
  • 3EL Kakaopulver

Und so gehst du vor:

Zuerst verrührst du die Chia-Samen mit 130 ml Wasser und läasst sie 30 Minuten einweichen. Als Nächstes kannst du schon den Ofen auf 150°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

Dann schnappst du dir eine Schüssel und vermischst darin die Haferflocken mit den gehackten Nüssen und der Sesamsaat.

In einem kleinen Topf kannst du den Honig zusammen mit dem Kokosöl bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und anschließend das Kakaopulver und die Datteln unterrühren und schließlich auch noch die Haferflockenmischung und Chia-Gel mit untermischen.

Die ganze Masse kannst du dann auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und zu einem ca. 2 cm dicken Rechteck formen. Am besten mit den Händen gut festdrücken.

Das Blech kann nun in den Ofen und auf mittlerer Schiene 20 Minuten backen. Danach einmal bitte vollständig auskühlen lassen und mit einem scharfen Messer in ca. 12 Riegel schneiden. Et voilá!

Kokos-Vollkornriegel (für 12 Stück)

Du benötigst dafür:

  • 60g Kokosöl
  • 2 reife Bananen
  • 70 ml Milch
  • 40 g Vollkornmehl
  • 60 g Honig
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Cranberries oder Rosinen (oder gemischt)
  • 50 g Kokosraspeln
  • 150 g Haferflocken (75g zart schmelzend, 75g körnig)

Tipp: Wenn du deine Müsliriegel lieber etwas körniger magst, kannst du Cranberries, Kokosraspeln und Haferflocken gegen Chiasamen, Cornflakes, gehakte Mandeln oder Nüsse (Walnüsse, Haselnüsse) austauschen oder ergänzen. Wichtig ist nur, dass du für dieses Rezept nicht mehr als 250-300g der “körnigen Zutaten” verwendest, sonst wird es eventuell zu “trocken”

Und so gehst du vor:

Zuerst zerdrückst du die Bananen zu einer feinen Masse und vermengst sie nun mit dem flüssigen Kokosöl und der Milch.

Die restlichen Zutaten kannst du in einer separaten Schüssel vermischen. Dann kannst du auch das Bananen-Gemisch unterrühren.

Jetzt die Müslimasse auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und mit einem Löffel glatt streichen. Das ganze kommt nun in den Backofen und wird bei 160°C Ober-/Unterhitze etwa 30-35 Minuten gebacken.

Nimm das Backblech aus dem Ofen und schneide nun mit einem Messer rechteckige Riegel aus. Dann lässt du sie auskühlen und fertig sind die Riegel!

 

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