Vorteile der veganen Ernährung

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Veganer verzichten nicht nur auf Fisch und Fleisch. Alle Produkte tierischen Ursprungs wie Eier oder Honig sind für sie tabu. In Anlehnung an die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) werden durch schlechte Ernährung mit den genannten Lebensmitteln Krankheiten wie Diabetes oder Übergewicht ausgelöst. Das Risiko vor diesen Krankheiten wird bei Veganern hingegen bei einer rein pflanzlichen Ernährung deutlich minimiert.

Demnach wird bei einer veganen Ernährung nicht nur der eigene Körper, sondern auch die Tiere dankbar sein. In diesem Beitrag ist zu lesen, welche Vorteile eine veganer Ernährung außerdem aufweisen kann.

Vegane Ernährung – nährstoffreich und ausgewogen

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Mit dem Verzicht auf Eier, Fisch oder Milch müssen Veganer und Veganerinnen viel mehr auf eine ausgewogene Ernährung Acht geben. So muss man nach veganen Alternativen Ausschau halten, die alle wichtige Nährstoffe enthalten.

Als Alternative werden dann automatisch mehr pflanzliche Lebensmittel wie Obst und Gemüse gegessen. Auf dem Teller landen zudem deutlich mehr Hülsenfrüchten, Vollkornprodukte und viele andere gesunde Lebensmittel. Damit wird für eine ziemlich ausgewogene vegane Ernährung gesorgt.

So sind Menschen, die sich vegan ernähren, im Vergleich zu Mischköstlern durchschnittlich näher an den Referenzwerten für die Zufuhr von Fett, Kohlenhydraten und Proteinen beziehungsweise Eiweiß. Bei einer pflanzlichen Ernährung ist auch die Zufuhr von Magnesium, Biotin, Vitamin C und E sowie Betacarotin und Ballaststoffen höher.

Eine vollwertige und pflanzliche Ernährung kann der Gesundheit nur dann beitragen, wenn alle Nährstoffe in ausreichenden Mengen gedeckt sind.

Mit der veganen Ernährung profitieren Körper und Geist

Eine gesunde vegane Ernährung kann sich sowohl auf den Körper als auch auf den Geist positiv auswirken. Denn eine vegane Ernährung, in der nicht tierische, sondern pflanzliche Produkte verzehrt werden, sorgt dafür, dass man sich geistig reger, ausgeglichener und durchaus konzentrierter fühlt.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt der veganen Ernährung ist unter anderem die Tatsache, dass man sich deutlich energiegeladener und ausgeruhter fühlt. Man hat mehr Ausdauer und fühlt sich einfach gesund.

Diese positiven Effekte werden durch das Nicht-Konsumieren von Fleisch oder Wurst ausgelöst. Auf diese Weise muss sich der Körper nicht sehr viel mit der Verdauung beschäftigen.

In der veganen Ernährung keine Rücksicht auf Kalorien nehmen

Wer eine vegane Ernährungsweise für sich entdeckt, hat die Möglichkeit deutlich mehr zu essen. Da Veganer nur auf rein pflanzliche Produkte zugreifen, müssen sie keine Rücksicht auf Kalorien nehmen. Denn in rein pflanzlichen Produkten ist weder Fett noch Kalorien enthalten.

Veganer müssen deshalb sogar mehr als drei Mal pro Tag essen. Um den täglichen Bedarf an Kalorien decken zu können, müssen Menschen, die sich vegan ernähren etwas größere Portionen an Obst oder Vollkornpasta mit Gemüsesoße essen. Außerdem ist dabei das Sättigungsgefühl nachhaltiger. Zudem verspricht eine derartige Ernährung ein besseres Körpergefühl.

Abnehmen ohne Sport in der veganen Ernährung möglich

Im Gegensatz zu Milchprodukten, Eiern und Fleisch gibt es in pflanzlichen Lebensmitteln deutlich mehr Ballaststoffe. Deshalb kann es bei Fleischessern auch oft zu Verstopfungen kommen. Eine vegane Ernährungsweise verbessert die Darmflora hingegen binnen weniger Wochen. Diese steht wiederum im engen Zusammenhang mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen. So fällt es mit der veganen Ernährungsweise beispielsweise viel einfacher abzunehmen. Dazu muss nicht einmal Sport getrieben werden.

Dass die vegane Ernährung zur Gewichtsreduktion beitragen kann, bestätigt auch eine in Barcelona durchgeführte Studie. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden beim Annual Meeting of the European Association for the Study of Diabetes (EASD) 2019 in Barcelona präsentiert. 19,5 % hat das gesundheitsfördernde Darmbakterium Bacteroides bei der veganen Gruppe zugenommen. Es ist ein wichtiger Baustein beim Abnehmen und beim Fettabbau.

Laut der Studie leistet die vegane Ernährung daher gute Dienste, um abzunehmen. Ein Grund der positiven Auswirkungen kann auch die hohe Menge an Ballaststoffen in den pflanzlichen Lebensmitteln sein.

Mit veganer Ernährung geringeres Risiko vor Typ 2 Diabetes zu erkranken

Die vegane Ernährung bringt ziemlich viele gesundheitliche Vorteile mit sich. So besteht durch die vegane Ernährung ein geringeres Risiko vor der Volkskrankheit Nummer 1 beziehungsweise vor Diabetes zu erkranken. In Deutschland gehört sie zu einer Erkrankung, die in den letzten Jahren rasant ansteigt. Laut den Studien der Deutschen Diabetes Stiftung ist bei fast 80 % der Diabetiker Typ 2 Diabetes vorzufinden. Die Krankheit wurde in erster Linie durch eine stark fetthaltige Ernährung ausgelöst. Daher erkranken Menschen, die sich vegan ernähren im Durchschnitt viel seltener an Diabetes.

Kaum Probleme mit Bluthochdruck bei veganer Ernährung

Zu viel Fette und tierische Eiweiße sind ungesund und können zu Übergewicht und demnach auch zu Bluthochdruck führen. Eine ausgewogene pflanzliche Kost ist hingegen dafür verantwortlich, dass die Gesundheit unterstützt wird. So können zahlreiche Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Übergewicht minimiert werden.

Zahlreiche Studien haben bereits belegt, dass vegan Lebende im Durchschnitt einen niedrigeren Blutdruck haben als Menschen, die sich nicht vegan ernähren. Ein Grund dafür ist die Tatsache, dass Veganer weniger an Übergewicht leiden. Darüber hinaus ist in Obst und Gemüse viel Kalium enthalten. Dieses ist dafür zuständig, dass das Blut verflüssigt wird. Auf diese Weise muss das Herz nicht so stark pumpen.

Cholesterinwerte mit der veganen Ernährung in Griff bekommen

Schlaganfall und Herzinfarkt sind in Deutschland häufig die Todesursache. Zu hohe Cholesterinwerte sind für beide Erkrankungen verantwortlich. Herzkreislauferkrankungen entstehen vor allem aufgrund der Ablagerungen in den Gefäßen. Fette aus tierischen Produkten sind die wichtigsten Ursachen dafür.

Die Cholesterinwerte werden mit der veganen Ernährung geregelt. Denn viele pflanzliche Lebensmittel können den Cholesterin senken. Dazu zählen Artischocken, Haferflocken oder zum Beispiel Bohnen. In diesen Nahrungsmitteln sind lösliche Ballaststoffe enthalten. Diese sorgen dafür, dass Cholesterin gebunden und anschließend aus dem Körper transportiert wird.

Mit veganer Ernährung Risiko an Krebs senken

Leider sterben an Krebs sowohl Veganer als auch Vegetarier. Es wird allerdings davon ausgegangen, dass das Krebsrisiko durch den Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten erhöht wird. Im Gegensatz dazu gibt es entsprechende sekundäre Pflanzenstoffe, die die Entstehung von Krebs vorbeugen können. Zudem haben diese Stoffe auch allgemeine gesundheitsförderliche Effekte.

Als sekundäre Pflanzenstoffe sind zum Beispiel die folgenden zu nennen: Sojabohnen, Hülsenfrüchte, Nüsse, Weizenkeime, grünblättriges Gemüse, gelb-orange-rotes Gemüse und Obst, sowie Zwiebeln und Lauchgewächse.

Vegane Ernährung vorteilhaft für Umwelt und eine nachhaltige Lebensweise

Im Vergleich zum Konsum von tierischen Produkten werden in der veganen die natürlichen Ressourcen besser ausgenutzt. Denn Futter benötigen auch die Tiere. Und das Futter muss zuerst angebaut werden. So werden zum Beispiel 15.000 Liter Wasser und 5 kg Getreide benötigt, um 1 kg Rindfleisch zu produzieren. Außerdem werden enorme Mengen an Methan und CO2 durch die Tiere freigesetzt. Insgesamt 22 kg Treibhausgase werden durch 1 kg Rindfleisch produziert.

Mit der veganen Ernährung wird weder die Abholzung von Regenwäldern noch die Massentierhaltung unterstützt. Denn als Tierfutter wird Soja angebaut, indem der Regenwald abgeholzt wird. 80 % des Tierfutter-Sojas stammt aus Südamerika. So ist die vegane Ernährungsform nicht nur ressourcenschonend, sondern kann auch zum Klimawandel beitragen.

Auf diese Weise können vegan Lebende daher in einem großen Maße zum Klimaschutz, Tierschutz und Umweltschutz beitragen.

Vegane Ernährung stoppt den Welthunger

Obwohl es ausreichend Nahrung auf der Welt gibt, um die komplette Menschheit ernähren zu können, hungern etwa 822 Millionen Menschen weltweit. Es können weniger Menschen ernährt werden, je mehr tierische Produkte man isst. Denn sowohl die Anbauflächen als auch die Ressourcen sind begrenzt. Es gäbe wiederum genug Nahrung für 4 Milliarden Menschen, wenn sich alle vegan ernähren würden.

Im Vergleich zur Produktion tierischer Produkte, benötigt die vegane Kost nachweislich weniger Wasser und weniger Land. Daher kann sie optimal dem Kampf gegen den Welthunger beitragen.

Während Tiere mit Futter gemästet werden, leiden viele Menschen in Entwicklungsländern an Hunger. Um Fleisch zu produzieren, werden einfach zu viele Ressourcen verschwendet. Bei hungernden Menschen könnten diese hingegen besser zum Einsatz kommen.

Vorteile veganer Ernährung zu nutzen wissen

Sollte man sich für die vegane Ernährung entscheiden, so ist es sehr wichtig, sich vorab genauer darüber zu informieren. Um die Vorteile der veganen Ernährung voll ausnutzen zu können, muss ein individueller Ernährungsplan zusammengestellt werden. Auf diese Weise wird der Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt und es wird eine Mangelernährung verhindert. Das bedeutet, dass Veganer darauf achten müssen, wie sie sich richtig ernähren und was auf dem Speiseplan steht.

Daher sollen vor allem Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin B12 oder beispielsweise Multivitaminsäfte eingenommen werden. Denn Vitamin B12 kann man nicht ausreichend nur durch pflanzliche Produkte einnehmen.

Vitamin D kann im Sommer in der Sonne aufgenommen werden. Im Winter erhält man Vitamin D durch Pilze. Zudem gibt es sie in Pflanzendrinks, die mit dem Vitamin angereichert wurden.

Da Veganer keine Meeresfrüchte und Fisch verzehren, müssen Omega 3 Fettsäuren durch andere Lebensmittel genommen werden. Enthalten sind Omega 3 Fettsäuren in Walnüssen oder in Walnuss-, Sesam- und Rapsöl.

Wichtig ist es auch, in der veganen Kost jeden Tag ausreichende Mengen an Jod, Eiweiß, Eisen und Zink einzunehmen.

Vorteile vegane Ernährung in allen Lebensphasen

Sehr viele Gesellschaften für die Ernährung wie die amerikanische Academy of Nutrition and Dietetics (A.N.D.) sin der Ansicht, dass gesunde vegane Ernährung als eine angemessene Dauerkostform geeignet ist. In Anlehnung an die größte Vereinigung von Ernährungsfachkräften in der Welt ist die vegane Kost für alle Lebensphasen geeignet. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Kinder, Jugendliche, Schwangere oder Mütter während der Stillzeit handelt. Der Meinung, dass die vegane Ernährung als Dauerkost geeignet ist, schließen sich auch die australische und die kanadische Ernährungsfachgesellschaft an.

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yamo

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