Tipps für die Beikosteinführung

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Das Babys im ersten Lebensjahr zunächst nur Muttermilch oder Fläschchen bekommen sollten, ist kein Geheimnis. Aber bei der Einführung der Beikost gibt es für viele frischgebackene Eltern noch viele ungeklärte Fragen. Es gibt einfach so viel verschieden Meinungen, wenn es um die Frage geht, ab wann und was für Beikost gegeben werden sollte. Aus diesem Grund haben wir für dich in diesem Artikel alles Wissenswerte zum Thema zusammengefasst. 

 

Beikosteinführung – ab wann?

 

 

Grundsätzlich sagt man, dass man bei Kinder ab dem 6. Monat langsam mit der Beikosteinführung starten kann. Natürlich gilt auch hier wie bei allen anderen frühkindlichen Entwicklungsschritten, die Devise, dass sich jedes Kind ganz individuell und in seinem eigenen Tempo entwickelt. Manche Kinder zeigen schon sehr früh Interesse an fester Nahrung und können eventuell sogar schon früher die ersten Löffelchen Brei probieren. Andere gedeihen prächtig und kommen auch im mit 8 Monaten noch ganz ohne Beikost als Zusatz zur Muttermilch zurecht.

 

Die 4 Beikostreifezeichen

Diese vier Reifezeichen und Grundbedingungen sollten für einen erfolgreichen Beikoststart gegeben sein

1. Interesse

Essen soll Spass machen und keinen Zwang darstellen.Normalerweise zeigt dir dein Baby ziemlich deutlich, wenn es Interesse an fester Nahrung hat. Es greift beispielsweise immer wieder nach deinem Essen und probiert es in den Mund zu stecken, oder macht kauende Bewegungen, wenn es andere beim Essen sieht. Wenn dein Baby aber noch gar kein Interesse an fester Nahrung zeigt und sich trotzdem gesund entwickelt, zunimmt und glücklich ist, ist es vollkommen in Ordnung mit der Beikosteinführung noch etwas abzuwarten. Es ist für die Weiterentwicklung und das gesunde Gedeihen deines Babys wichtig, dass es Essen mit positiven Erlebnissen und Gefühlen verbinden kann, um später auftretende schlechte Essgewohnheiten oder Essstörungen zu vermeiden.

2. Sitzen

Wenn dein Kind schon selbstständig aufrecht sitzen kann, ist das eins der wichtigsten Reifezeichen, die für den Beginn der Beikost sprechen. Eine der grössten Sorgen von Eltern beim Thema Beikost ist, dass ihr Baby sich verschlucken könnte. Um Verschlucken zu vermeiden ist es wichtig, dass dein Baby Husten und würgen kann, falls doch mal etwas nicht richtig heruntergeschluckt wird. Dies kann dein Baby aber nur, wenn es sich in einer möglichst aufrechten Position befinden. Daher ist es sehr wichtig, dass du deinem Baby feste Nahrung nur im Sitzen verabreichst, um Erstickungsgefahr zu vermeiden. Sollte dein Baby noch nicht selbstständig sitzen können, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass es noch nicht bereit für Beikost ist.

3. Schlucken

Babys haben in den ersten paar Monaten noch viele Reflexe, einer davon der sogenannte Zungenstossreflex bewirkt, dass Fremdkörper im Mund von der Zunge wieder herausbefördert werden. Erst wenn dein Baby diesen Reflex abgelegt hat, kann es Brei herunterschlucken, denn sonst werden der Löffel samt Brei sofort wieder mit der Zunge aus dem Mund geschoben. Auch hierbei ist Geduld gefragt. Die grosse Mehrheit der Kinder brauchen einige Versuche bis etwas vom Brei im Bauch und nicht nur auf dem Lätzchen oder auf Mama oder Papa landet.

4. Schmecken

Auch die Geschmacksnerven von Babys sind so eingestellt, dass in den erste paar Monaten nur der süssliche Geschmack der Muttermilch akzeptiert wird. Dies ist ebenfalls eine natürliche Schutzfunktion. Auch wenn Süss auch später nach wie vor einer der beliebtesten Geschmäcker ist, wird dein Baby, wenn es für Beikost bereit ist, langsam Interesse an neuen und anderen Geschmäckern zeigen. Gerade wegen der sich langsam entwickelnden Geschmacksnerven brauchen Babys noch kein Salz oder übermässig viele Gewürze in ihrem Essen.

 

Wie Beikost einführen?

Alles schön und gut, denkst du jetzt vielleicht, aber wie fange ich nun mit dem ersten Brei an? 

Wenn es um die Einführung der Beikost geht, empfehlen Kinderärzte einen langsamen Start. Das bedeutet, dass es vollkommen ausreicht, wenn du deinem Baby zum Beginn jeden Mittag eine kleine Mahlzeit, bestehend aus ein paar Löffelchen vom gleichen Brei, gibst. Schliesslich ist halbfeste Kost noch völliges Neuland für dein Kind und auch an die Konsistenz im Mund muss es sich erstmal gewöhnen. Es kann gut sein, dass dein Kind die ersten paar Tage nur mit dem Brei spielen, ihn ausspucken oder mit den Fingern befühlen möchte und anstatt zu essen eine grosse Schmiererei veranstaltet. Das ist ganz normal und ist abgesehen vom Putzaufwand für Mama und Papa, gar kein Grund zur Sorge.

 

 

Nahrung mit einem geringeren Flüssigkeitsanteil ist einfach noch ein sehr ungewohntes Gefühl im Mund und muss vom Baby erstmal mit allen Sinnen getestet und wahrgenommen werden, bevor es zum Essen übergehen kann. Sollten Probleme wie Durchfall oder Verstopfungen und plötzlich auftretende heftige Bauchschmerzen auftreten, ist es vielleicht doch noch zu früh für die Beikosteinführung. In diesem Fall empfiehlt es sich das ganze nach einer 2 bis 4-wöchigen Pause nochmal neu zu starten.

Wenn die Beikosteinführung gut angenommen und vertragen wird, kannst du auch mit kleineren Zwischenmahlzeiten beginnen. Hierbei bietet es sich an deinem Kind Dinge zu geben, die es selber zum Mund führen kann. Mit acht oder neun Monaten können viele Kinder ihr Fläschchen beispielsweise schon selber halten und sind auch sehr stolz auf diese neu gelernte Selbstständigkeit. Häufig können Kinder in diesem Alter zusätzlich anfangen auf weichen Lebensmitteln herumzukauen, selbst wenn sie vielleicht erst 2-3 Zähnchen im Mund haben.

 

Welche Beikost wann?

Jetzt, da wir zusammengefasst haben was für Voraussetzungen für einen erfolgreichen Beikoststart gegeben sein sollten und wie man am besten beginnt, fragst du dich sicherlich: Aber was genau soll ich meinem Kind zu essen geben, und wie viel? Manche Eltern entscheiden sich sogar mit einem Beikostplan zu arbeiten. Aber auch ohne Plan kannst du das Ganze recht einfach gestalten.

In der Regel bietet es sich ab sechs Monaten mittags mit einem Monobrei, der vorzugsweise nur aus einem Gemüse besteht, zu starten. Danach wird eine Kombi aus Gemüse, Kartoffeln und Fleisch empfohlen.

Sobald der Mittagsbrei gut angenommen wird, kannst du die abendliche Stillmahlzeit oder das Fläschchen durch einen Milchbrei mit Getreide oder Obst ergänzen. Der Milchbrei kann natürlich auch mit abgepumpter Muttermilch hergestellt werden.

Lebensmittel die dein Kind im Alter von 6 bis 12 Monaten bekommen sollte: 

  • Gemüse: Liefern Vitamine und sind besonders in der Kombination mit Kartoffeln oder Reis auch gut sättigend.
  • Getreide: Liefert Ballaststoffe, Kohlenhydrate und Eiweiss.
  • Fleisch: Liefert Eisen.
  • Obst: Liefert Vitamine (Aufpassen bei Zitrusfrüchten. Diese können durch ihren hohen Säuregehalt zu Magenproblemen führen).
  • Beikostöl: Liefert ungesättigte Fettsäuren, die dein Baby braucht, um die Vitamine in der Nahrung besser aufnehmen zu können und unterstützt die Verdauung. Du solltest pro 100 g Brei etwa einen Teelöffel Öl hinzugeben. Hierfür eignet sich am besten Rapsöl, das eine gute Fettzusammensetzung aufweist.

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Beikoststart-Set-Circle

Lebensmittel mit höherem Allergierisiko meiden oder nicht?

Lange Zeit wurde Familien mit erhöhtem Allergierisiko geraten bei der Beikosteinführung möglichst lange auf Lebensmittel zu verzichten, die häufig im Zusammenhang mit Allergien stehen. Heutzutage wird hierzu eine andere Meinung vertreten. Im Gegensatz zu dem, was man früher dachte, ist es sogar ratsam für die Allergieprävention beim Baby Lebensmittel wie Eier, Fisch und Milch im ersten Lebensjahr und Rahmen der Beikost Einführung anzubieten.

Solltest du aber aus welchen Gründen auch immer einen Verdacht haben, dass dein Kind eine Lebensmittelallergie haben könnte, solltest du diese Nahrungsmittel vorsichtshalber weglassen und wenn nötig einen Kinderarzt aufsuchen. Auch wenn du dein Kind im ersten Lebensjahr vegetarisch ernähren willst, solltest du deinen Kinderarzt um Rat bitten um sicherzugehen, dass dein Kind alle wichtigen Nährstoffe enthält, die es für eine gesunde Entwicklung benötigt.

 

Was ist Baby-led weaning?

Vielleicht hast du auch schon mal vom sogenannten Baby-led weaning gehört und fragst dich was das genau ist und warum manche Eltern diese Art der Beikosteinführung dem traditionellen Brei vorziehen.

Baby-led weaning auch als BLW-Methode bekannt, ist eine vom Baby gesteuerte Art der Beikosteinführung, die gerade in den letzten Jahren bei Eltern weltweit, gerade auch im Social Media Bereich, immer mehr an Popularität gewonnen hat. Bei dieser Methode wird das Kind nicht mit dem Brei und Löffel gefüttert, sondern bekommt nur Nahrungsmittel, die es selber zum Mund führen und essen kann.

Diese Methode ist besonders empfehlenswert für Babys und Kinder, die Brei einfach nicht mögen oder ältere Geschwister haben und wo somit einen grösserer Anreiz dafür da ist, direkt am Familientisch mitessen zu wollen. Zähne muss dein Kind hierfür nicht haben, da Babys weiche Nahrung auch mit dem Gaumen kauen können. Bei dieser Methode wird weiter gestillt beziehungsweise ein Fläschchen angeboten bis das Kind sich selber von Brust oder Flasche entwöhnt.

 

Selbst gekocht oder industriell hergestellte Babynahrung?

Auch ein ungeübter Koch kann schnell und ohne grosse Probleme einen selbstgekochten Babybrei zaubern. Aber manchmal fehlt es Eltern einfach an der Zeit und auch für unterwegs ist es oftmals einfacher auf Fertigbrei aus dem Gläschen oder Quetschies zurückzugreifen. Hierbei solltest du immer ein Auge auf mögliche Zusätze, Inhaltsstoffe und die Verarbeitung achten. Empfehlenswert ist es Brei aus natürlichen Zutaten in Bioqualität zu wählen, die möglichst schonend verarbeitet sind und ohne unnötige Zusätze wie z. B. Zucker oder Salz auskommen.

 

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