Babybrei mit Gemüse

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Hast du dich auch schon gefragt, wie du am besten mehr Gemüse in den Speiseplan deines Babys integrieren kannst? Dann such nicht weiter, in diesem Artikel findest du viele nützliche Tipps und Infos zu ebendiesem Thema.

 

Gesunde Beikost – So lernt dein Baby Gemüse zu lieben

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Hier ein paar hilfreiche Tipps, wie du dein Baby von Anfang an dabei unterstützen kannst, eine gute Beziehung zu Gemüse aufzubauen.

 

Schon in der Muttermilch lernen Babys neue Geschmäcker kennen und lieben

Neusten Studien zufolge bevorzugen Babys die Lebensmittel, die ihre Mütter während der Schwangerschaft und des Stillens gegessen haben. Neue Lebensmittel, denen sie vorher nie ausgesetzt waren werden, oftmals nicht so gerne gegessen.

Wir wissen mittlerweile, dass Aromen aus der Ernährung einer Mutter über das Fruchtwasser und die Muttermilch auf das Baby übertragen werden. Babys können die verschiedenen Aromen wiedererkennen und werden diese eher akzeptieren, wenn sie ihnen vorher ausgesetzt wurden. Welche Lehre ziehen wir daraus?

– Es fängt alles auf Mamas Teller an – 

Wenn du also in der Schwangerschaft und Stillzeit eine große Variation an verschiedenen Gemüsesorten regelmäßig zu dir nimmst, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dein Baby auch ein Gemüsefan wird.

 

Fang bei der Beikosteinführung mit Gemüse an

Laut Kinderärzten und der WHO sollte man ungefähr ab dem Alter von 6 Monaten mit der Beikosteinführung starten. Und es spricht nichts dagegen, dass du hierbei auch direkt mit Gemüsepürees anfängst. Hierbei sollst du jedoch darauf achten mit leicht verdaulichen Gemüsesorten anzufangen, die kein hohes Allergierisiko beherbergen.

Empfehlenswert sind außerdem Gemüsesorten, die einen süßlichen Geschmack haben wie zum Beispiel Karotten oder Kürbis. Auch Avocados sind dank ihrer weichen Konsistenz ein tolles Gemüse für den Beikoststart, das du noch nicht mal vorkochen musst.

Wichtig ist auch, gerade ganz am Anfang bei der Beikost nicht zu viele verschiedene Zutaten zu mischen, um eventuell auftretende allergische Reaktionen zuordnen zu können, und damit die kleine Verdauung sich langsam und schonend an das neue Essen gewöhnen kann.

Suche dir also eine Gemüsesorte für den Start aus und gebe deinem Baby einfach jeden Tag ein paar Löffelchen von diesem Gemüsepüree. So kann es sich langsam an den Geschmack gewöhnen.

Lass dich nicht entmutigen, wenn es den Brei sofort wieder ausspuckt. Vielleicht ist es einfach noch nicht bereit für feste Nahrung oder braucht einfach ein paar mehr Versuche, um sich an die neue Konsistenz und das Schlucken fester Nahrung zu gewöhnen. Sobald der Brei gut angenommen wird, kannst du anfangen die Menge langsam zu steigern und auch mal eine andere Gemüsesorte ausprobieren.

 

Die Nitratwerte im Auge Behalten

In Boden, Dünger und Brunnenwasser enthaltene Nitrate sind in Gemüse natürlich auch enthalten und können für Babys in zu großen Mengen schädlich sein. Der Nitratgehalt ist bei Spinat, Karotten, Kürbis, Blumenkohl und Kohlrabi ziemlich hoch. Selbst nach 6 Monaten, wenn Babys Nitrate sicher verdauen kann, ist es wichtig, ihnen nicht zu viel davon zu geben. Achte auch bei der Herstellung von selbstgemachtem Babybrei darauf, überschüssiges Püree sofort einzufrieren.

Wenn dein Baby Arzneimittel einnimmt, die die Magensäure senken, solltest du deinen Kinderarzt konsultieren, bevor du deinem Baby die oben genannten Gemüsesorten servierst.

 

Vermeide unangenehme Nebenwirkungen

Schwefelreiches Gemüse wie Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi und Bohnen kann deinem Baby Bauchschmerzen bereiten, da es zu Luft im Bauch und Blähungen führen kann.

Wenn du merkst, dass dein Baby bei diesen Gemüsesorten empfindlich reagiert, kannst du einfach abwarten, bis es etwas älter ist und sein Verdauungssystem ausgereifter ist. Auch das Mischen mit einer anderen Gemüsesorte wie beispielsweise Kartoffeln kann die blähende Wirkung dieser Gemüsesorten verringern.

 

Das verzogene Gesicht einfach ignorieren

Ja, dein Baby wird wahrscheinlich ein Gesicht machen, die Nase runzeln und vielleicht sogar erstaunt die Augenbrauen nach oben ziehen, wenn du ihm eine neue ungewohnte Gemüsesorte anbietest – aber das bedeutet nicht, dass es das neue Essen nicht mag. Dieser missfallende Blick ist eine reflexartige Reaktion. Man hat festgestellt, dass Babys, auch wenn sie ein Gesicht ziehen das Gemüse trotzdem weiterhin probieren und vielleicht sogar lieben lernen.

Wenn dein Baby also beim ersten oder auch 6. Versuch eines neuen Gemüses ein Gesicht zieht, ist es am besten, es einfach zu ignorieren und das Füttern unbeirrt fortzusetzen. Oder lächle dein Baby an und sage “Lecker!”, um es zum Gemüseessen zu ermutigen. Nach und nach wird das Gemüseessen somit zu einer positiven Erfahrung und dein Baby kann vielleicht bald gar nicht mehr genug davon bekommen!

 

Den Deal versüßen

Um Gemüse noch schmackhafter zu machen, kannst du es auch mit einem süßeren Obst mischen. Vielleicht mag dein Baby den Fenchel oder Kürbis lieber, wenn du es mit Apfelmus mischst. Auf diese Art lernt dein Baby den süßen Geschmack mit dem Gemüse zu verbinden. Was später dazu führen kann, dass es das Gemüse auch pur besser annimmt.

Babys werden mit einer natürlichen Abneigung gegen bitter schmeckende Lebensmittel geboren, die die meisten grünen Gemüsesorten mit sich bringen. Aber keine Sorge, dein Baby wird sie, mit etwas Geduld, Zeit und Kreativität deinerseits sicherlich lieben lernen!

 

Gemüse täglich servieren

Unabhängig davon, ob das Baby gestillt wird oder nicht – sobald es ein Essen etwa acht- oder neunmal probiert hat, wird es sich mehr an den Geschmack gewöhnen und ihn akzeptieren.

Gestillte und mit dem Fläschchen gefütterte Babys probierten in einer amerikanischen Studie mehr als eine Woche lang täglich grüne Bohnen – und alle teilnehmenden Babys aßen am Ende dieses Zeitraums fast dreimal so viel Gemüse wie zu Beginn.

 

Nicht Vergessen – Auch Mama braucht Gemüse

Obwohl sie drei Tassen Gemüse und zwei Tassen Obst pro Tag essen sollten, schaffen dies die Mehrheit der Erwachsenen nicht. Der beste Weg, um die empfohlene Menge hinzukriegen? Iss einfach zu jeder Mahlzeit oder jedem Snack auch etwas Gemüse oder Obst.

Zum Beispiel: Ein Glas Orangensaft mit einer Tasse Beeren im Frühstücksmüsli. Als Snack am Vormittag sind Karotten gut geeignet. Ein Apfel oder eine Banane mit Erdnussbutter am Nachmittag und zum Abendessen schmeckt ein großer Salat auch gut.

So bekommst auch du jeden Tag das, was du brauchst, um gesund und fit zu bleiben und bist gleichzeitig ein gutes Vorbild für dein Kind. Schließlich sagt man, dass Babys das Allermeiste durch Nachahmung lernen!

Du möchtest gerne Babybrei selber machen, weist aber nicht, wie du die verschiedenen Gemüsesorten am besten integrieren sollst? Dann lese weiter. Wir haben hier natürlich auch noch ein gesundes Babybrei-Rezept zum Nachkochen für dich!

 

Babybrei Rezept mit Gemüse

Babybrei selber machen klappt auch mit Gemüse gut!

 

Kürbis Kartoffel Brei mit Fenchel

Zutaten: 

100 g Kürbis

100 g Kartoffeln

50 g Fenchel

1 EL Beikostöl / Rapsöl

Zubereitung: Die Kartoffeln und das restliche Gemüse klein schneiden und dünsten, bis alles schön weich ist. Anschließend das Öl dazugeben, pürieren und wenn es etwas abgekühlt ist, direkt servieren. Fertig!

Tipp: Natürlich kannst du in diesem Rezept auch andere Gemüsesorten als vorgegeben benutzen oder die Kartoffeln mit Getreidebrei ersetzen. Sei spontan und flexibel beim Brei kochen. Vielleicht erfindest du ja so ganz spontan das nächste Gemüse Lieblingsgericht deines Babys!

 

Hier ein paar der häufigsten Fragen zum Thema “Babybrei mit Gemüse”

Von euch gefragt – Von unseren Experten beantwortet:

 

Welches Gemüse für den ersten Babybrei?

Wie schon oben im Text erwähnt, ist es dir überlassen, mit welchem Gemüse du die Beikosteinführung startest. Wichtig ist eher, dass dein Baby alle Reifezeichen für feste Nahrung zeigt und du das ganze langsam angehst.

 

Welches Gemüse ab wann?

Dafür gibt es keine feste Regelung, an die man sich halten muss. Hier aber eine kleine Liste, anhand der du sehen kannst, welches Gemüse ab welchem Alter empfohlen wird:

Ab dem 5. Monat: Karotten, Avocado, Kürbis und Pastinake.

Ab dem 7. Monat: Brokkoli, Mais, Sellerie, Kohlrabi, Blumenkohl und Fenchel.

Ab dem 9. Monat: Erbsen, Rosenkohl, Spinat, Rote Beete und Aubergine.

 

Was für Gemüse darf ein Baby essen? Welches Gemüse darf ein Baby nicht essen?

Prinzipiell dürfen Babys fast alle Gemüsesorten Essen. Wenn du die Tipps, die wir oben im Text beschrieben haben befolgst, sollte dein Baby keine Probleme beim Gemüseessen bekommen.

 

Welches Gemüse bei BLW?

Beim Baby Lead Weaning gibt es auch keine festen Regeln. Am besten fängst du mit milden Gemüsesorten wie Karotten oder Zucchini an. Wenn es mal schnell gehen muss, empfiehlt sich Avocado, da du diese noch nicht mal kochen musst, bevor du sie deinem Baby servierst.

 

(Natürlich sind das alles nur Vorschläge und Richtlinien. Bei medizinischen Fragen solltest du natürlich immer deinen Kinderarzt konsultieren.)

Du suchst noch nach mehr Babybrei Rezepten oder Baby Led Weaning Rezepten? Dann guck gerne in unserem yamo Blog vorbei. Dort findest du weitere Informationen und Wissenswerten rund ums Thema “Kochen für Babys und Kinder”, Tipps für die Beikost, Rezepte und noch vieles mehr.

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