Wie geht das zusammen? Beikost und Stillen

21 min zu lesen
Eva Monteneri Kinderernährungs Expertin bei yamo
Dieser Beitrag wurde von unserer
Kinderernährungs-Expertin Eva Monteneri verfasst.

Dein Baby ist nun schon ein paar Monate alt, zeigt die Beikostreifezeichen und isst die ersten Löffelchen Brei mit Appetit und Freude! Nun kommt bei vielen Eltern die Frage auf, ob es denn die Muttermilch zum Brei noch lange benötigt. Und wie! Denn Stillen über den Beikoststart hinaus bietet viele Vorteile.

Mutter stillt Kind an der Brust

Wie lange sollte man denn grundsätzlich Stillen?

 

Vor einigen Jahren ging man noch davon aus, dass es für ein Baby keinen Zusatznutzen hat, wenn es länger als die ersten 6 Monate gestillt wird. Doch heute weiss man, dass die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Erkrankungen in der Kindheit und im Erwachsenenalter bei länger gestillten Kindern abnimmt. Das heisst also, dass Kinder, welche länger gestillt werden, statistisch gesehen weniger an Durchfall- oder Atemwegserkrankungen, Diabetes, Übergewicht und vielem mehr leiden. 

Stille dein Kind also solange es für euch beide passt!

Ist es richtig, dass man nach und nach jeweils eine Stillmahlzeit durch eine Breimahlzeit ersetzt?

Mutter füttert Beikost

Diese Empfehlung ist noch häufig zu hören, jedoch veraltet und in der Praxis auch schwer umsetzbar. Denn der Stillprozess ist nicht geradlinig, sondern grossen Schwankungen unterworfen. Gerade im typischen Beikost- Alter von 6-12 Monaten finden viele Prozesse statt, die zu grossen Schwankungen im Still- und Bindungsbedürfnis führen: Zahnen, Fremdeln, das erste Krabbeln, die ersten Schritte und vieles mehr.

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Stillen oder Beikost?

Diese Unterscheidung wird euer Kind gar nicht machen. Es kann gut sein, dass ein sehr hungriges Kind für die schnelle Sättigung ein paar Schlucke Muttermilch nimmt, dann eine Portion Brei geniesst und zum Einschlafen anschliessend nochmals an die Brust kuschelt. Oder vielleicht möchte es heute am liebsten nur den Brei löffeln wie es der der grosse Bruder macht. Oder es verzichtet auf den Mittagsbrei ganz, weil es im Wachstumsschub oder während einer Erkältung die Milchmahlzeit pur vorzieht. So oder so vertraut auf euer Kind, dass es sich nimmt, was es gerade braucht.

Wie sieht der Übergang von der Still- zur Breimahlzeit und später an den Familientisch konkret aus?

Plant die Breimahlzeiten dann ein, wenn die Familie gemeinsam zum Essen am Tisch sitzt. So gebt ihr eurem Baby die Möglichkeit am Vorbild der Eltern Freude am Essen zu entwickeln. Bietet eurem Baby also am Familientisch Beikost an und achtet dabei auf die Signale: möchte es noch mehr Brei löffeln oder wird es müde und zieht die Stillmahlzeit vor? Lasst euch nicht stressen, wenn sich das Bedürfnis eures Babys von Mahlzeit zu Mahlzeit ändert. Schliesslich gilt euer Baby im ganzen ersten Jahr als «Säugling» und selbst hungrige Brei-Esser decken mit 9-12 Monaten noch die Hälfte ihres Kalorienbedarfs mit Muttermilch.

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