Mein Baby macht kein Bäuerchen

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Dein Kind macht kein Bäuerchen und du fragst dich, wie du ihm dabei helfen kannst? Dann bist du hier bei unserem Ratgeber rund ums Bäuerchen machen genau richtig. Es kann auch gut sein, dass gar kein Grund zur Sorge besteht, da Babys häufig gar kein Bäuerchen brauchen. 

Bäuerchen – was ist das?

Bild 2 baby macht kein bäuerchen

Als Bäuerchen wird das Aufstoßen beim Baby bezeichnet, dass es direkt oder kurz nach dem Stillen bzw. Trinken macht. Der Grund hierfür ist, dass das Kind beim Stillen oder beim Fläschchen trinken Luft in den Bauch bekommen kann.

Dieser Zustand kann nach jeder Mahlzeit entstehen und zu Bauchschmerz und schmerzhaften Blähungen führen. Wenn das Baby ein Bäuerchen machen soll, nehmen es die Eltern meist nach dem Trinken auf den Arm um ihm anschließend durch leises Klopfen auf den Rücken ein Rülpsen zu entlocken. Das aber nicht jedes Baby Bäuerchen macht, woran das liegen könnte und ob das ganze ein Grund zur Sorge ist, wird dir in diesem Artikel erklärt.

Außerdem findest du hier auch ein paar hilfreiche Tipps und Tricks, die deinem Kind nach den Mahlzeiten gegen zu viel Luft im Bauch helfen könnten.

 

Wie wichtig ist das Bäuerchen?

Insgesamt gesehen ist ein Bäuerchen nicht immer ein Muss und nur in bestimmte Situationen notwendig.

Gerade die ältere Generation besteht oft darauf, dass ein Bäuerchen eine Notwendigkeit ist und dass dein Baby garantiert Bauchschmerzen bekommen wird, wenn es keines macht. Dies kann in manchen Fällen auch vorkommen. Insbesondere bei Babys, die mit dem Fläschchen gefüttert werden, besteht ein höheres Risiko beim Trinken Luft zu schlucken.

Diese kann dann durch ein Bäuerchen sanft herausgeklopft werden, um Bauchweh und Unwohlsein zu vermeiden. Aber auch beim Stillen kann dies natürlich vorkommen, z. B. wenn dein Baby hastig und schnell trinkt oder sich verschluckt.

Dies passiert aber gerade nachts eher selten, da dein Baby dann ruhig oder vielleicht sogar im Schlaf trinkt. Somit ist dann auch nicht notwendig es aufzuwecken, nur damit es nach der nächtlichen Mahlzeit ein Bäuerchen machen kann.

 

Ist es schlimm, wenn man kein Bäuerchen macht?

Diese Frage hat sich wohl schon jede erschöpfte Mama gestellt, nachdem sie mal wieder gefühlte Stunden mit ihrem Baby durch die Wohnung laufen mussten, ihm dabei immer wieder sanft auf den Rücken klopfend, um das heißersehnte Bäuerchen herauszulocken.

Kurz gesagt, es ist nicht schlimm. Wie bei uns Erwachsenen hat auch jedes Baby ganz individuelle Bedürfnisse. Manche Babys machen eben kein Bäuerchen und brauchen es auch nicht, weil sie beim Trinken weniger Luft schlucken als Andere.

 

Warum macht mein Baby kein Bäuerchen?

Die Antwort auf diese Frage kann man nicht generell beantworten. Es gibt verschiedene Ursachen und Gründe, die dazu führen könnten, dass dein Baby kein Bäuerchen macht. Die einfachste Erklärung ist, dass dein Baby einfach nur sehr wenig oder gar keine Luft beim Trinken des Fläschchens oder beim Stillen geschluckt hat.

Ein weiterer Grund könnte die Art und Weise sein, in der du dein Baby beim Bäuerchen machen unterstützt. Jedes Baby hat eine eigene Lieblingsposition in der das Aufstoßen beziehungsweise Bäuerchen machen am besten klappt und falls es bei euch oftmals nicht klappt und du aber das Gefühl hast, dass dein Baby ein Bäuerchen benötigt, gibt es verschiedene Dinge, die du tun kannst, um es dabei zu unterstützen.

 

So kannst du deinem Baby beim Bäuerchen machen helfen

Hier die 3 erfolgreichsten und gängigsten Arten zum Bäuerchen machen kurz und einfach erklärt. Normalerweise wird empfohlen es ein paar Minuten nach dem Stillen oder der Flaschenmahlzeit zu versuchen.

 

  • Aufrecht – an deiner Schulter

Diese Art des Bäuerchens könnte man auch als das klassische Bäuerchen bezeichnen. Hierbei hältst du dir dein Baby in einer möglichst aufrechten Position an die Brust, wobei der Kopf des Kindes über deiner Schulter sein sollte, den du bei einem kleineren Baby natürlich auch noch stützen musst. Anschließend beklopfst du den Rücken sanft von unten nach oben beklopft oder streichelst ihn in kreisenden Bewegungen und ganz sanftem Druck, bis das Bäuerchen kommt.

 

  • Liegend – auf dem Bauch

Hierbei legst du dir dein Baby in der Bauchlage quer über beide Beine, sodass es gemütlich liegt. Dann heißt es klopfen und zwar vom unteren Rücken langsam und behutsam nach oben oder du streichelst in kreisenden Aufwärtsbewegungen über den Rücken von deinem Herzenskind bis sich die Luft im Bauch löst und es aufstößt.

 

  • Im Sitzen – durch deine Hand gestützt

Diese Position ist vielleicht Anfangs noch etwas kompliziert, gerade wenn dein Baby noch sehr klein ist und keine ausgeprägte Körperspannung hat. Trotzdem hilft diese Technik oft, wenn alles andere fehlschlägt. Setz dir dein Baby seitlich auf deinen Schoß, wobei du sein Köpfchen mit deiner einen Hand hältst.

Achte darauf, dass dein Kind in einer nach vorne gebeugten Haltung sitzt und klopfe oder streichle ihm mit deiner anderen Hand, wie bereits bei den anderen Methoden beschrieben – ganz sanft von unten nach oben auf den Rücken. Hierdurch kann die Luft im Bauch des Babys besser entweichen.

 

Tipps & Tricks

Jedes Kind hat individuelle Bedürfnisse, und gerade ein älteres Baby muss oftmals nicht mehr nach jeder Mahlzeit aufstoßen.

Ganz wichtig ist es, nicht zu festzuklopfen, sondern lieber sanft und kontinuierlich.

Da Babys beim Aufstoßen oftmals auch ein wenig spucken, bietet es sich an beim Bäuern ein Spucktuch unterzulegen, damit sich Mama und Papa nicht nach jedem erfolgreichen Bäuerchen umziehen müssen.

Wenn es beim ersten Versuch mit dem Bäuerchen nicht klappt, kannst du es auch immer wieder ein paar Minuten später nochmal versuchen. Manche Babys brauchen nach dem Stillen bzw. Fläschchen erstmal ein paar Minuten Ruhe bevor sie bäuern wollen.

Sollte dein Baby bei dem Bäuerchen machen oft überdurchschnittlich viel Milch spucken, könnte es helfen eine andere Variante des Bäuerchen machen auszuprobieren. Bei Bedenken und Sorgen kannst du dich immer an deinen Kinderarzt wenden. 

 

Wenn beim Baby kein Bäuerchen kommt

Falls dein Kind, auch nachdem du alle Varianten ausprobiert hast, immer noch nicht aufstößt, heißt das vielleicht einfach, dass dein Baby kein Bäuerchen benötigt. Und das ist vollkommen okay. Manche Babys können ihre Mahlzeiten eben auch schon trinken, ohne danach Luft im Bauch zu haben. Im Vergleich zu Fläschchenmahlzeit kommt dies besonders beim Stillen oft vor.

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