1000 Days – die Stillzeit

8 min zu lesen

Nachdem wir uns mit Ernährung in der Schwangerschaft befasst haben, dreht sich in unserem zweiten Blogpost zur «1000 Days» Studie alles um Muttermilch und Stillzeit.

Kleiner Hinweis im Voraus: In diesem Blogbeitrag gehen wir nur auf das Stillen an der Brust ein und nicht auf das Geben von Fläschchennahrung. Das liegt daran, dass auch die originale «1000 Days» Studie nur das Stillen an der Brust thematisiert. Dieser Blogpost soll in keiner Weise eine Art der Baby-Ernährung der anderen unterordnen. Uns ist durchaus bewusst, dass jede Mama die Entscheidung zu Stillen oder das Fläschchen zu geben selber fällen kann und es auch einige Mütter gibt, die gar nicht stillen können.

Mit diesen klärenden Worten, starten wir nun also in den eigentlichen Beitrag.

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Muttermilch

Wenn es um die frühe Hirn-Entwicklung des Babies geht, könnte man Muttermilch schon fast als ein «Superfood» bezeichnen. Denn Muttermilch ist eine lebendige Substanz mit einzigartigen Komponenten, die noch in keiner Formulanahrung nachgebildet werden konnte. Studien belegen, dass Babies, die 3 Monate ausschliesslich gestillt wurden in einigen Hirnregionen eine grössere Menge an weisser Substanz gebildet haben. Bei Babies, die 12 Monate oder länger gestillt wurden, wurden folgende Auswirkungen als Folge dessen bezeichnet: höherer IQ und später ein höherer Bildungs- und Einkommensgrad.

Die Nährstoff- und Immuneigenschaften von Muttermilch schützen Babies auch vor Infektionen und Krankheiten. Kindersterblichkeit, sowie das Risiko für den plötzlichen Kindstod wird reduziert. Es wird sogar in Betracht gezogen, dass eine längere Stillzeit das Risiko für Übergewicht und Diabetes Typ 2 später im Leben senken kann.

Das eigentliche Ereignis des Stillens an der Brust erfordert eine hohe Mutter-Kind Interaktion. Es stärkt die sensorischen und emotionalen Kreisläufe des Babies und trägt zu einer gesunden sozio-emotionalen Entwicklung bei. Und nicht nur das Baby profitiert vom Stillen. Für die Mutter bedeutet jedes Jahr, in dem sie stillt, eine Senkung des Risikos für Eierstockkrebs, Brustkrebs und Herzleiden.

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Stillen nach Bedarf

Um angemessen auf die Hunger- und Sättigungssignale des Babies zu reagieren, sollte eher nach Bedarf gestillt werden, anstatt anhand eines strikten Zeitplans. Durch das Stillen nach Bedarf lernt das Baby selbst seinen Milchkonsum zu regulieren und lernt auch mit dem Trinken aufzuhören, wenn es satt ist. Das ist eine wichtige Fähigkeit für den Verlauf des weiteren Lebens. Ausserdem hilft es der Mutter zu lernen auf die Bedürfnisse des Babies einzugehen.

Möglichst langes ausschliessliches Stillen (bis zu 6 Monaten) gefolgt von weiterem Stillen in Kombination mit der Einführung ergänzender Nahrung für mindestens 1 Jahr wird empfohlen. Für manche Babies reicht jedoch schon nach 4 Monaten die Muttermilch nicht mehr aus und es kann bereits mit Beikost angefangen werden. Woran du erkennst, ob dein Baby schon bereit für Beikost ist, findest du hier.
Um diesen Empfehlungen gerecht werden zu können, brauchen Mütter auf jeden Fall die Unterstützung ihres Umfelds.

Wie wir bereits in unserem ersten Blogpost über die Ernährung in der Schwangerschaft beschrieben haben, lernt ein Baby bereits verschiedene Geschmäcker kennen, während es noch im Bauch der Mutter liegt. Babies, die an der Brust gestillt werden, lernen durch die Muttermilch weiterhin eine breite Palette an Geschmäckern kennen. Dies gilt als Grundlage für die zukünftigen Essens-Vorlieben des Babies.

Das bringt uns schon wieder zum nächsten Thema: Baby- und Kleinkindernährung. Damit werden wir uns im nächsten Blogpost genauer beschäftigen.

 

Wenn du Fragen hast, schreibe sie uns doch in die Kommentare.
Wir freuen uns, sie zu beantworten.

 

Alles Liebe, deine Zoe

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